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Zum fotografischen
Werk von Mick Vincenz Seit über 10 Jahren
arbeiten Mick Vincenz und ich zusammen. Der Anfang dieses Zusammen war
meinerseits ein Hilferuf. Ein Museumsfotograf hatte Fotos meiner Plastiken
gemacht, die ich nicht mochte, aber auch nicht recht sagen konnte wie
sie denn anders fotografiert werden sollten. Mick Vincenz war der erste Fotograf, den ich erlebte, der sich jeder meiner Plastiken und wie ich dann später sah, überhaupt jedem Gegenstand, mit dem unbedingten Willen näherte, für ihn ein eigenes Bild zu schaffen. Für Vincenz ist sein Gegenüber immer die Forderung, dafür eine spezifische Sprache zu finden und hierin ist er virtuos. Alle technischen Möglichkeiten seines Mediums stehen ihm hierfür immer zur Verfügung: Ob der schnelle Kleinbildschuss mit groben Korn im Raum mit wenig Licht oder die präzis bis ins kleinste ausgeleuchtete Großbildkomposition, Vincenz spielt immer mit allen Mitteln um zum Bild zu kommen. Diese künstlerische Haltung- ist Entscheidung. Eine Entscheidung als Fotograf seine Identität , und die eigene Wiedererkennbarkeit nicht in der Einschränkung der Mittel, in der Reproduktion des gleichen Blicks auf verschiedene Objekte zu suchen, sondern umgekehrt, gerade die Verschiedenheit der Bilder zu suchen. Wissend, dass eine bestimmte Qualität in der eigenen Identität unausweichlich als eigener Blick enthalten ist. Vincenz`s Identität wird sichtbar, in der Temperatur seiner Bilder. Sie sind warm, kühl oder heiß und sprechen immer vom Lebendigen- sie sind nie kalt. Den distanzierten
Blick, der sein Gegenüber ganz erschlossen hat oder der behauptet, dass
es so sei- so aussehe, verweigert er. Alle Bilder wollen spannend, mit
Spannung in sich und nicht als Erklärung, als Behauptung gelesen werden.
Seit unserer Zusammenarbeit in Sao Paulo, hat sich Vincenz`s fotografisches
Konzept dahin entwickelt, eine künstlerische Aussage-, eine Erotik seiner
Bilder-, konsequent nicht nur im einzelnen Bild zu suchen sondern im Gegenüber
der verschiedenen Bilder, -links die Architekturaufnahme, rechts ein Portraitdetail....-
zwischen dem vermeintlich Unvereinbaren entsteht die Musik. |
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